Cloud

Unter „Cloud Computing“ oder kurz „Cloud“ versteht man eine IT-Infrastruktur, die über das Internet verfügbar gemacht wird. Dabei werden zumeist Speicherplatz, Rechenleistung oder auch Anwendungssoftware bereitgestellt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • Kosten (Keine eigene Hardware nötig)
  • Leistung nach Bedarf (Frei skalierbar)
  • Zugriff von überall
  • Geschwindigkeit
  • Sicherheit


Welche Arten von Cloud Computing gibt es?


Im Prinzip ist nicht jede Cloud gleich. Zudem ist nicht jede Art von Cloud für eine bestimmte Zielgruppe geeignet. Es gibt verschiedene Modelle, Typen und Dienste, die stets weiterentwickelt werden. Dadurch können sie individuell die perfekte Lösung für viele Anwendungsmöglichkeiten darstellen. Insgesamt werden zwischen 3 verschiedenen Arten unterschieden. Dabei handelt es sich um die öffentliche Cloud, die private Cloud sowie die Hybrid Cloud. Diese werden im Folgenden genauer erklärt:


1) öffentliche Cloud
Diese Art von Cloud ist im Besitz von externen Dienstanbietern und von dort werden sie auch ausgeführt. Wie der Name bereits vermuten lässt wird die Cloud öffentlich behandelt. Privatsphäre ist hier nicht vorzufinden. Die Ressourcen wie ein Server oder der Speicher werden beide mittels Internet bereitgestellt. Ein gutes und bekanntes Beispiel ist Azure von Microsoft. Bei einer öffentlichen Cloud gehören sämtliche Dinge wie Hardware, Software und andere Komponenten dem Anbieter. Und von diesem werden sie auch verwaltet. Kunden können die Dienste auf ihren Browsern nutzen, besitzen sie aber nicht.


2) private Cloud
Neben der öffentlichen Cloud gibt es die Private. Hier werden sämtliche Ressourcen zum Cloud Computing von einem einzigen Anbieter genutzt. Deswegen können sich private Clouds auch in einem lokalen Datencenter des Unternehmens befinden. Allerdings nutzen manche Firmen eine externe Firma, um die Cloud darauf hosten zu können. Anders als bei der öffentlichen Variante werden hier die Dienste und Komponenten alle auf einem privaten Netzwerk verwaltet.


3) Hybrid Cloud
Die letzte Variante ist die sogenannte Hybrid Cloud. Sie ist im Grunde genommen eine Kombination aus den beiden zuvor erwähnten Modellen. Der Vorteil: Hier werden die Technologien von allen Arten miteinander verbunden. Bei einer Hybrid Cloud kann der Nutzer sich zwischen privaten und öffentlichen Netzwerken bewegen. Vor allem Unternehmen bekommen durch diese Art von Nutzung viel mehr Flexibilität und können ihre Infrastruktur besser optimieren. Selbst im Bereich Sicherheit ein großer Pluspunkt.


Wie funktioniert Cloud Computing?
Die Funktionsweise aller Dienste im Bereich von Cloud Computing unterscheiden sich zwar, jedoch wird bei fast allen ein benutzerfreundlicher und browserbasierter Download zur Verfügung gestellt. Über das Internet können Nutzer ihre Daten verwalten. Die IT-Experten und Entwickler versuchen es so einfach wie möglich zu machen. Manche lassen sich sogar mit einer Befehlsschnittstelle nutzen.


Wo liegen die Vorteile von Cloud Computing?
Die traditionelle Denkweise wird durch den Einsatz von Cloud grundlegend verändert. Vor allem im Hinblick auf die IT-Ressourcen. Wer sich für Cloud Computing entscheidet, der kann von folgenden Vorteilen profitieren: => Geschwindigkeit
Bei der Arbeit kommt es immer auf Schnelligkeit und Zuverlässigkeit an. Genau hier liegt der große Vorteil der Clouds. Sie können aufgrund der Service-Angebote individuell bereitgestellt und genutzt werden. Selbst bei größeren Mengen ist es kein Problem innerhalb weniger Minuten auf all die angelegten Daten zurückzugreifen. Derartige Bereitstellungen sind schon mit wenigen Klicks eingerichtet. Unternehmen müssen im Grunde nichts mehr einstellen und können gleich mit ihrer Arbeit loslegen. Der eingehende Druck bei der Kapazitätsplanung gehört damit der Vergangenheit an. Flexibilität steht an oberster Stelle.

=> Kosten
Neben der enorm großen Flexibilität können Nutzer auch preislich bei der Nutzung von Cloud Computing profitieren. Kosten für Investition & Co. fallen hierbei nicht an. Das gilt sowohl für Hardware, Software, Einrichtung sowie dem Betrieb im lokalen Datencenter. Die Server werden rund um die Uhr mit Strom versorgt und für die IT-Infrastruktur sind die Mitarbeiter zuständig. Das gilt auch für die Verwaltung. Ohne diese Posten würde einiges an Geld zusammenkommen. Deswegen können Nutzer enorm viel Geld mit der Cloud sparen.

=> Produktivität
Ganz wichtig in einem jeden Unternehmen ist produktives Arbeiten. Bei lokalen Datencentern sind Einrichtung und Verwaltung ein großer zeitlicher Aufwand. Klassische Beispiele sind die Hardware, die Patches für die Software oder die IT Aufgaben zu verwalten. Das ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch unproduktiv. Genau diese Arbeit nimmt Cloud Computing einem ab. Außerdem müssen einige der Aufgaben länger ausgeführt werden. So können sich Mitarbeiter auf wichtigere Dinge konzentrieren.

=> Sicherheit
Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Sicherheit. Im Großen und Ganzen soll das Cloud Computing nicht nur den Arbeitsfluss beschleunigen, sondern auch für mehr Sicherheit sorgen. Deswegen stellen die Cloudanbieter etliche Richtlinien, Steuerelemente und Technologien bereit, mit denen Apps, Daten sowie die Infrastruktur gut geschützt gegen mögliche Angriffe sind.

=> Leistung
Der Punkt Leistung darf nicht vergessen werden, denn auch hier gibt es Vorteile zu berichten. Größere Dienste für Cloud Computing werden von einem globalen Netzwerk geführt, bei der die Datencenter sicher ausgeführt werden. Außerdem ist es dort leichter die Software regelmäßig zu aktualisieren und effizienter für Unternehmen zu gestalten. Insbesondere für einzelne Unternehmer entstehen eine Reihe von Vorteilen. Neben den erwähnten Kostenersparnissen können und geringere Netzwerklatenzen bewerkstelligt werden.

=> globale Skalierung
Im letzten Abschnitt geht es um die globale Skalierung. Nutzer können von überall auf ihre Daten zurückgreifen, sofern sie in der Cloud angemeldet sind. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zur elastischen Skalierung. So kann die richtige Menge an IT-Ressourcen genau dann bereitgestellt werden, wenn sie wirklich gebraucht wird. Und das alles vom richtigen geografischen Standort aus.


Wo wird die Cloud verwendet?
Aufgrund der zahlreichen Vorteile befindet sich Cloud Computing in unterschiedlichen Bereichen wieder. Wahrscheinlich nutzen viele bereits Cloud ohne es eigentlich zu wissen. Schon bei der Nutzung eines Onlinedienstes, um E-Mails zu versenden, wird sie aktiv. Doch auch beim Filme schauen, Videospielen oder beim Speichern von Bildern. All diese Dinge werden durch Cloud Computing ermöglicht. Darüber hinaus ist diese Art von Nutzung erst 10 Jahre alt und steckt praktisch noch in den Kinderschuhen. Genutzt wird sie von kleinen Unternehmen, Startups sowie gemeinnützigen Organisationen und der Regierung. Im Folgenden weitere Beispiele für deren Nutzung:

– Analyse von Daten
– integrierte Intelligenz
– Testen und Anwenden von Anwendungen
– Steuerung der Software
– Wiedergabe von Audio- und Videoinhalten
– Speicherung, Sicherung und Wiederherstellung von Daten
– Erstellung von Apps und anderen Diensten


Fazit
Bei Cloud Computing handelt es sich um eine moderne Art für Unternehmen auf ihre Daten zurückgreifen zu können. Insgesamt gibt es drei verschiedene Arten davon: Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud. Je nach Ziel der Unternehmer kann sich eine andere Cloud empfehlen. Positiv überwiegen vor allem die Vorteile. Neben einer besseren Optimierung der Arbeit können zusätzlich noch Kosten eingespart werden. Nutzer können vom überall auf ihre Daten zurückgreifen und so ihre Produktivität verbessern. Zudem findet sich die Software auch beim täglichen Streamen von Videos oder dem Speichern von Daten wieder.